Aktuell in der Seelenoase
Yin Yoga am Sonntag · 18:30–20:00 Uhr
Sonntagabend ist in der Seelenoase Zeit für Yin Yoga. Während eines laufenden Kurses finden die jeweiligen Kursstunden statt. An ausgewählten kursfreien Sonntagen biete ich offene Yin-Yoga-Stunden an.
Die Stunden finden in Präsenz in der Seelenoase in Stuttgart-Zuffenhausen und gleichzeitig online statt. Bitte melde dich vor der Teilnahme an.
Offene Yin-Yoga-Stunden
90 Minuten · 22 €
Aktuelle Termine:
September 2026
06.09. · 13.09. · 20.09.
Dezember 2026
13.12. · 20.12.
Januar 2027
03.01. · 10.01.
Jeweils sonntags von 18:30–20:00 Uhr.
Die offenen Stunden sind für unterschiedliche Erfahrungsstufen geeignet. Du kannst einzelne Termine besuchen und sowohl in Präsenz als auch online teilnehmen.
Aktueller Yin-Yoga-Kurs
8 × 90 Minuten · 160 €
Beginn: Sonntag, 27. September 2026
Kurstermine:
27.09. · 04.10. · 18.10. · 25.10. · 01.11. · 22.11. · 29.11. · 06.12.2026
Jeweils 18:30–20:00 Uhr.
Der Kurs ist ein ZPP-zertifizierter Präventionskurs. Eine Bezuschussung durch die Krankenkasse ist möglich. Für die Bezuschussung dieses Kurses ist die Teilnahme in Präsenz erforderlich.
Du möchtest erst einmal ausprobieren, ob Yin Yoga und meine Art zu unterrichten zu dir passen? Der erste Kurstermin kann auch als Schnupperstunde besucht werden. Danach kannst du entscheiden, ob du am gesamten Kurs teilnehmen möchtest.
Eine Teilnahme am Kurs ist grundsätzlich auch online möglich – lediglich die Krankenkassenbezuschussung gilt für diesen Kurs bei Teilnahme in Präsenz.
Manchmal bleiben wir noch ein bisschen …
Gelegentlich schließt sich an eine offene Yin-Yoga-Stunde oder an eine Kursstunde noch ein gemeinsamer Kirtan- und Mantragesang von etwa 30–60 Minuten an.
Dafür gibt es keinen festen Eintrittspreis. Wenn du möchtest, kannst du einen freiwilligen Wertschätzungsbeitrag von etwa 5–15 € geben.
Der Wertschätzungsbeitrag ist bewusst freiwillig. Gib, was für dich gerade möglich und stimmig ist. Auch wenn du im Moment nichts geben kannst, bist du herzlich willkommen.
Die jeweiligen Kirtan-Termine kündige ich zusammen mit den aktuellen Terminen an.
Und was bedeutet Yin Yoga für mich?
„Ich will hier nicht einfach nur rumliegen.“
So ungefähr war meine erste Reaktion auf Yin Yoga.
Stillhalten? In einer Position bleiben? Nicht ständig etwas tun?
Das war zunächst überhaupt nicht meins.
Ich wollte mich bewegen, mich drehen, etwas machen. Und während mein Körper eigentlich zur Ruhe kommen sollte, wurde mir erst einmal bewusst, wie viel Unruhe da überhaupt war.
Mit der Zeit veränderte sich etwas.
Aus dem inneren Widerstand wurde irgendwann Neugier:
Was passiert eigentlich gerade in mir?
Ich begann meinen Atem deutlicher wahrzunehmen. Ich bemerkte Stellen im Körper, an denen ich Muskeln anspannte, obwohl ich sie eigentlich gar nicht brauchte. Und ich erlebte, dass eine vermeintlich unspektakuläre Haltung sehr intensiv werden kann, wenn ich nicht ständig versuche, etwas mit ihr zu machen.
Genau darin liegt für mich heute eine besondere Qualität des Yin Yoga.
Ich muss nicht loslassen
Dieser Satz ist für mich inzwischen ganz wesentlich geworden:
Ich muss nicht loslassen.
Denn selbst der Satz „Du musst jetzt loslassen“ kann schon wieder eine Aufgabe sein.
Noch etwas, das ich erledigen soll.
Noch etwas, das ich richtig machen soll.
Im Yin Yoga möchte ich deshalb lieber die Bedingungen schaffen, unter denen mein Körper überhaupt die Möglichkeit bekommt, nachzugeben.
Dafür benutzen wir Kissen, Bolster, Decken und Blöcke. Wir richten eine Haltung so ein, dass der Körper nicht mit unnötiger Muskelkraft irgendwo hineingedrückt oder dort festgehalten werden muss.
Vielleicht liegen zunächst zwei Blöcke unter einem Körperteil. Vielleicht reicht nach einer Weile noch einer. Vielleicht sinkt der Körper ein kleines Stück tiefer. Vielleicht verändert sich äußerlich kaum etwas – und innerlich geschieht trotzdem sehr viel.
Der Atem begleitet uns dabei.
Zeit und Schwerkraft dürfen mitarbeiten.
Und der Körper kann die Erfahrung machen:
Ich werde gehalten.
Ich werde aufgefangen.
Es passiert nichts Schlimmes, wenn ich nachgebe.
Wir bereiten den Boden dafür.
Das Loslassen selbst können wir nicht erzwingen.

Es gibt kein Hindurchbeißen
Eine Yin-Haltung länger einzunehmen bedeutet für mich nicht, etwas aushalten zu müssen, bis endlich eine bestimmte Zeit vorbei ist.
Natürlich können dabei intensive Empfindungen entstehen.
Manchmal lohnt es sich, einen Moment bei einer Empfindung zu bleiben und neugierig hinzuspüren:
Was nehme ich da eigentlich wahr?
Ist das tatsächlich eine Grenze meines Körpers? Ist es ungewohnt? Halte ich gerade unnötig mit Muskelkraft fest? Oder sagt mein Körper sehr klar: Bis hierher und nicht weiter?
Was Yin Yoga für mich nicht bedeutet, ist:
„Da muss ich jetzt durch.“
Du kannst eine Haltung verändern. Dich anders unterstützen. Wieder ein Stück herauskommen. Eine Haltung ganz verlassen. In eine Ausgleichshaltung gehen und vielleicht anschließend noch einmal neu hineinspüren.
Auch das Herauskommen geschieht möglichst langsam und aufmerksam.
Ich zeige in meinen Stunden verschiedene Möglichkeiten und Varianten. Aber keine davon ist ein Befehl.
Dein Körper behält das letzte Wort.
Platz einnehmen – im Körper und im Leben
Im Yin Yoga kann Raum entstehen.
Nicht dadurch, dass wir den Körper möglichst weit in eine Haltung hineinzwingen, sondern indem wir wahrnehmen, wo wir vielleicht mehr festhalten, als im Moment notwendig wäre.
Das berührt für mich auch etwas, das über die Yogamatte hinausgeht.
Platz einnehmen.
Damit meine ich nicht, sich aufzublasen oder größer zu machen, als man ist.
Aber eben auch nicht, sich kleiner zu machen.
Wenn wir uns körperlich klein machen, ziehen wir uns häufig zusammen. Wir schützen uns, halten fest, nehmen weniger Raum ein.
Im Yoga können wir beobachten, was geschieht, wenn wir uns wieder etwas öffnen.
Vielleicht entsteht daraus auch im Leben eine andere Erfahrung:
Ich darf mich zeigen.
Ich darf mich öffnen.
Ich darf den Platz einnehmen, der für mich da ist.
Der Körper kann uns manchmal erstaunlich viel darüber erzählen, wie wir uns durch unser Leben bewegen.
Wir müssen daraus nicht sofort etwas machen.
Zunächst dürfen wir es überhaupt einmal wahrnehmen.
Der Atem als Begleiter
Für mich beginnt Yin Yoga nicht erst mit der ersten Asana.
Am Anfang meiner Stunden steht deshalb die Hinwendung zum Atem. Das kann die yogische Bauchatmung sein oder eine andere Form des Pranayama.
Der Atem hilft uns, die Aufmerksamkeit von außen wieder nach innen zu bringen.
Auch während der Yin-Haltungen kann er zu einem Begleiter werden.
Ich kann mit meiner Aufmerksamkeit durch meinen Körper wandern und wahrnehmen:
Wo halte ich fest?
Welche Spannung brauche ich tatsächlich?
Und wo darf vielleicht ein Muskel, ein Gelenk oder ein Gewebe etwas weniger tun?
Auch Gedanken müssen dabei nicht bekämpft werden.
Sie dürfen auftauchen.
Und vielleicht können sie irgendwann wieder weiterziehen – leicht wie eine Wolke.
Wenn das „Bewegungsquasseln“ leiser wird
Unser Verstand ist ein wunderbares Instrument.
Er kann denken, planen, lösen, erschaffen, erinnern und gestalten.
Aber er muss nicht Tag und Nacht arbeiten.
Genauso wenig muss unser Körper ständig etwas tun.
Manchmal zeigt sich unsere innere Unruhe in ganz kleinen Bewegungen: Der Fuß wippt. Die Finger beschäftigen sich. Wir verändern ständig unsere Position.
Ich nenne das manchmal liebevoll unser „Bewegungsquasseln“.
Wenn dieses äußere Quasseln allmählich etwas leiser wird, kann darunter etwas anderes wahrnehmbar werden.
Vielleicht Fragen wie:
Was brauche ich eigentlich?
Was ist mir wichtig?
Wofür stehe ich?
Wer bin ich, wenn ich für einen Moment nicht nur tue und denke?
Und vielleicht irgendwann sogar:
Bin ich nur dieser Körper, den ich sehe und bewege – oder ist da noch mehr?
Yin Yoga muss darauf keine Antworten geben.
Aber es kann einen stillen Raum öffnen, in dem solche Fragen überhaupt hörbar werden.
Mantras, Klang – und die Stille danach
Mantras und Gesang gehören zu meiner eigenen Yogapraxis und finden deshalb auch immer wieder ihren Platz in meinen Yin-Yoga-Stunden.
Manchmal begleitet ein Mantra eine einzelne Haltung. Manchmal trägt es durch mehrere Asanas hindurch. Und manchmal bleibt es ganz still.
Niemand muss mitsingen.
Du darfst einfach bei deinem Atem und deinem Körper bleiben und den Klang kommen und wieder gehen lassen.
Besonders kostbar empfinde ich häufig den Moment nach dem Klang.
Die letzten Töne verklingen.
Vielleicht schwingt eine Melodie noch ein wenig im Inneren weiter.
Und dann kommt die Stille.
Gerade dieser scheinbar leere Raum ist für mich nicht leer.
Vielleicht findet die eigentliche Berührung manchmal genau dort statt – in der Stille nach dem letzten Ton.

Jede Stunde darf ihren eigenen Weg haben
Viele meiner Yin-Yoga-Stunden haben ein Thema.
Manchmal ist es ein inneres Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Asanas, Affirmationen, Mantras und die abschließende Fantasiereise zieht.
Manchmal steht eine bestimmte Körperregion im Mittelpunkt – beispielsweise die Schultern, der Rücken oder der Psoas, der manchmal bildhaft als „Muskel der Seele“ bezeichnet wird.
Und manchmal braucht es gar keine große Geschichte.
Vielleicht möchte einfach eine Schulter ein bisschen Aufmerksamkeit bekommen.
Auch das ist Yoga.
Eine fortgeschrittene Yogastunde bedeutet für mich deshalb auch nicht zwangsläufig, immer schwierigere oder spektakulärere Asanas einzunehmen.
Fortgeschritten kann ebenso bedeuten, feiner wahrzunehmen.
Still werden zu können.
Die eigenen Grenzen besser zu erkennen.
Oder immer deutlicher zu spüren, was der eigene Körper gerade braucht.
Wie eine Yin-Yoga-Stunde in der Seelenoase abläuft
Für mich beginnt die Yogastunde bereits mit dem Ankommen.
Du kannst deine Matte vorbereiten, dir Kissen, Bolster und Blöcke nehmen, dich hinlegen und erst einmal da sein.
Im Yogaraum selbst möchte ich möglichst wenig Alltagsgespräche. Dafür ist vor und nach der Stunde Zeit.
Der Raum darf ein Ort sein, an dem das Außen für eine Weile draußen bleiben kann.
Wir beginnen meist in Rückenlage mit einer kurzen Entspannung. Elemente der progressiven Muskelentspannung können dabei ebenso ihren Platz haben wie Atemwahrnehmung, Pranayama und ein erster Moment der Stille.
Anschließend öffnen wir die gemeinsame Praxis mit dreimal Om und dem Mantra Om Mani Padme Hum.
Nach einer kurzen Einführung in das jeweilige Thema beginnt die eigentliche Yin-Praxis.
Wir richten die Asanas ein, verwenden bei Bedarf Hilfsmittel und lassen zwischen den einzelnen Haltungen immer wieder kurze Ausgleichsphasen – sogenannte Rebounds – entstehen.
Manche Haltungen werden von Stille begleitet, andere von einem Mantra oder einem Gedanken, der zum Thema der Stunde gehört.
Je nach Stunde kann gegen Ende noch eine weitere Atemübung wie Anuloma Viloma, die Wechselatmung, hinzukommen.
Danach folgt die Endentspannung. Sie kann Elemente der progressiven Muskelentspannung, Körperwahrnehmung, Autosuggestion, Meditation oder eine Fantasiereise enthalten.
Manchmal begleitet ein Mantra den Übergang in die Stille.
Und dann geschieht für einige Minuten: nichts.
Oder vielleicht sehr viel.
Zum Abschluss kehren wir langsam zurück, schließen die gemeinsame Praxis mit dreimal Om und einem Segensmantra und richten die Aufmerksamkeit noch einmal nach innen.
Auch auf den eigenen inneren Meister.
Denn nicht jede Antwort muss von außen kommen.
Muss ich für Yin Yoga beweglich oder yogaerfahren sein?
Nein.
In meinen Stunden kommen Menschen mit unterschiedlichen Yogaerfahrungen zusammen.
Du musst weder besonders beweglich sein noch bestimmte Asanas „können“. Hilfsmittel und Varianten ermöglichen es, eine Haltung so einzurichten, dass sie zum eigenen Körper passt.
Mit zunehmender Erfahrung verändert sich vielleicht weniger die äußere Form einer Haltung als die Wahrnehmung dafür, was der eigene Körper gerade braucht.
In einer Gruppenstunde kann ich verschiedene Möglichkeiten zeigen und Anpassungen anbieten. Sie ersetzt jedoch keine individuelle yogatherapeutische Begleitung bei ausgeprägten körperlichen Einschränkungen.
Wichtig:
Bei stärkeren körperlichen Einschränkungen, akuten Beschwerden, Verletzungen, Erkrankungen oder in der Schwangerschaft sprich mich bitte vor der Teilnahme an. Dann können wir gemeinsam schauen, ob die jeweilige Gruppenstunde für dich geeignet ist, welche Anpassungen sinnvoll sind oder ob eine individuellere Form der Yogapraxis im Moment besser zu dir passt.
Vom Widerstand zur Stille
Heute muss ich manchmal lächeln, wenn ich daran denke, wie wenig ich anfangs mit Yin Yoga anfangen konnte.
Ich will hier nicht einfach nur rumliegen.
Und vielleicht liegt gerade darin ein Teil dessen, was mir Yin Yoga schließlich gezeigt hat.
Ich muss nicht immer etwas machen.
Ich muss meinen Körper nicht zwingen, loszulassen.
Ich muss nicht gegen jeden Widerstand kämpfen.
Manchmal kann ich einfach Bedingungen schaffen, in denen ich mich sicher genug fühle, um nachzugeben.
Dann darf aus Festhalten langsam Vertrauen werden.
Aus Unruhe vielleicht Ruhe.
Aus Enge wieder etwas mehr Raum.
Und in diesem Raum kann ich mir selbst begegnen.
Nicht größer, als ich bin.
Nicht kleiner, als ich bin.
Einfach da.
Von Herzen
Nathalie · Ninaân

